Das Augsburger Liederbuch

Die CD können Sie zum Preis von € 18,00 beim Forum Alte Musik Augsburg, im Shop des Maximilianmuseums, des Schaezlerpalais und im Rathaus Shop erwerben.

Vorstellung einer musikhistorischen Kostbarkeit

(Augsburg/PM) „Das Augsburger Liederbuch“ gilt als ganz besonderer Schatz, der in der Augsburger Staats- und Stadtbibliothek verwahrt wird. Die umfangreiche Musikhandschrift wurde in den Jahren zwischen 1505 und 1518 in Kreisen Augsburger Bürger von mehreren Schreibern angefertigt. Als Spiegelbild des hohen Niveaus der Musikpflege des Augsburger Patriziats ist diese Handschrift ein höchst wertvolles Dokument urbaner Kultur des beginnenden 16. Jahrhunderts. Von wem sie in Auftrag gegeben und geschrieben wurde, lässt sich nicht mehr feststellen. Später war sie Teil der Musiksammlung des Augsburgers Hans Heinrich Herwart (1520 – 1583) und gelangte von da in die 1537 gegründete Augsburger Stadtbibliothek.

Als Komponisten sind in der Handschrift Josquin des Préz und Alexander Agricola genannt, zum Teil mit nur hier überlieferten Werken. Nachweisen lassen sich auch Paul Hofhaimer, Heinrich Finck, Ludwig Senfl, Jacob Obrecht und andere - allesamt bedeutende Musiker der Zeit um 1500. Daneben ist die Anzahl der ausschließlich in dieser Handschrift aufgezeichneten Werke sehr hoch.

Der Inhalt des „Liederbuches“ ist vielfältig, geradezu bunt. Repräsentativ ist hier die Musik der freien Reichsstadt Augsburg zu Beginn des 16. Jahrhunderts vertreten: Neben einem damals international verbreiteten Repertoire geistlicher Motetten und weltlicher Chansons finden sich eine Vielzahl anonym überlieferter Vokal- und Instrumentalsätze, die nur in dieser Handschrift nachgewiesen sind. Des Weiteren finden sich eine ganze Anzahl von Tänzen, die auf das Wirken der Augsburger Stadtpfeifer verweisen. 

Diese Ersteinspielung von Komponisten des „Augsburger Liederbuches“ konnte nur durch die Unterstützung u.a. von der FAMA – Forum Alte Musik Augsburg e.V., der Kurt Felicitas Viermetz Stiftung und der Augusta Bank entstehen.